Is it just み?

Tag: Aliens

Realismus ist Mittel zum Zweck (oder: Nachtrag)

by on Nov.05, 2009, under Filme

Nachdem ich letztens District 9 als realistisch bezeichnet habe wurde ich darauf hingewiesen, dass an diesem Film ja nun wirklich nichts realistisch sei; das Schwebende Raumschiff, die Waffen, das über 20 Jahre unauffindbare Kommandomodul, die Unterordnung der Aliens, die wirtschaftliche Struktur und so weiter und so fort… (continue reading…)

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[Review] Realismus und Aliens

by on Oct.29, 2009, under Filme

Was würde passieren wenn die Menschheit mit Aliens in Kontakt kommt?

  • a) Die Aliens napfen sich an dein Gesicht und legen Eier in deinen Körper
  • b) Die Aliens züchten im Geheimen Alien-Mensch Hybriden und starten Verschwörungskampagnen mit amerikanischen und russischen Geheimdiensten
  • c) Die Aliens entführen Wissenschaftler und fliegen mit Ihnen zurück nach Metaluna
  • d) Alles bleibt wie es ist, nur dass man jetzt eine weitere Form von Rassismus hat

District 9 geht jetzt den realistischen Weg. Der Film beginnt mit einem Zusammenschnitt aus “Nachrichten” die über das Erscheinen eines UFOs über Johannesburg berichten. Die Ereignisse werden kurz und prägnant im The-Office-Stil zusammengefasst: Nachrichten-Szenen, Interviews mit Mitarbeitern und Analysten, Szenen aus der Stadt.

Relativ schnell schießt sich das “Kamerateam” auf eine Person ein. Ein ziemlich weichlich aussehender Typ, könnte wohl rein optisch als Standard-Beamter zusammengefasst werden, der von seiner Familie erzählt und irgendwo am Schreibtisch einer Behörde arbeitet die sich mit den Aliens befasst. Er wird der Hauptcharakter der geschichte werden, auch wenn man in der ersten Hälfte des Films nicht viel von “Geschichte” mitbekommt, da im Pseudoreportage-Stil erst einmal alles erklärt wird: Die Aliens kamen her, niemand weiß wieso, sie konnten Ihr Schiff nicht verlassen, die Menschen haben die Hülle des UFOs (das immer noch über der Stadt schwebt) geöffnet und fanden vollkommen verwahrloste Lebewesen vor. Diese wurden dann natürlich prompt in eine Art Ghetto gepackt und die angrenzende Stadt mit Kein-Zutritt-Für-Aliens-Schildern gepflastert. Nach ca. 20 Jahren hat sich das ganze eingependelt, die Aliens leben in ihrem Slum und sind natürlich der Grund allen Übels für die menschliche Bevölkerung. Man beschließt nun also um den unzufriedenen menschlichen Anwohnern entgegenzukommen die Aliens umzulagern.

So beginnt dann eine actiongeladene Geschichte, die wirklich fast jeden Zuschauer bedienen sollte. Action gibt es genug, schließlich rückt man mit Militärverstärkung an um die Aliens über ihre bevorstehende Umsiedlung zu informieren, Ironie und Zynismus sind quasi der Unterton des Films, schließlich geht es hier darum wie wir mit “Anderen” umgehen, Drama gibt es dank einer persönlichen Wendung für den Hauptcharakter und Technik gibt es dank der Aliens auch ein wenig.

Wenn es diesen Film noch nicht gäbe hätte ich ihn drehen wollen. Vielleicht hätte ich mich noch mehr in dem Reportagen-Stil verrannt, doch die Story hier macht den Film auch für Leute die keine Stromberg-Freunde sind interessant.
Dieser Film wird auf jeden Fall den Sprung in meine DVD-Kollektion schaffen.

Bewertung:
Gesamtbewertung: 8/10
Kultfaktor: 7/10
Action: 8/10
Comedy: 2/10
Drama: 6/10
Horror: 2/10
Lovestory: 3/10
Anspruch: 7/10
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