Is it just み?

Archive for April, 2010

[Review] Was für ein Mist

by on Apr.30, 2010, under Filme

Nach einer Empfehlung habe ich mir mal das 2007er Remake von “The Mist” angeschaut.

Der Film beginnt viel versprechend, trotz des Horror-Genres sind die Charaktere natürlich, zwar grundsätzlich klischeehaft und durchweg Archetypen, aber dennoch nicht so flach, wie man es von einem Horrorfilm erwartet. Die Dialoge sind nicht herausragend, aber glaubwürdig und nachvollziehbar. Im Gegensatz zu den meisten Horrorfilmen wird das Übel zwar angekündigt, allerdings relativ beiläufig und angenehm.

Die Story ist sehr schnell erzählt, es gibt einen Sturm der einiges verwüstet, danach müssen die Leute einkaufen und Reparaturen durchführen, ein Nebel zieht auf. Plötzlich rennt ein Typ aus dem Nebel auf den vollen Supermarkt zu und brüllt, dass etwas im Nebel sei. Man verschanzt sich und wartet auf das Unheil.

Es hätte ein richtig schöner Psycho-Thriller werden können, die richtigen Komponenten waren vorhanden: Ein Familienvater mit Sohn, eine fundamentalistische Christin, ein Quotenschwarzer, ein Rocker und die bunt gemischte Bevölkerung.
Leider wurde aber nichts daraus, denn…

Vorsicht Spoiler!

…da kommt es aus dem Nebel, das fiese Tentakel-Monster und verschlingt erst einmal einen unschuldigen Jungen. Doch nicht alle haben es gesehen und deshalb glauben Sie diese Geschichte nicht. Dann verlassen ein paar Zweifler den Supermarkt und es bleibt kein Zweifel mehr daran, dass da wirklich böse Viecher sind, die dann später auch angeflogen kommen, so dass man sie sehen kann ohne sich fressen zu lassen.

Während sich im Supermarkt zwei Lager bilden, nämlich die Christen-Fundis und die “Normalos”, scheinen sich außerhalb die Monster immer weiter zu vermehren und abwechslungsreicher zu werden. Zuerst war da nur irgendwas Großes im Nebel, dass dann später seine Tentakel zeigte – die lustigerweise, wenn abgeschnitten, nach einer gewissen Lagerzeit in Sekunden zu Schleim zerfallen – und natürlich gerne Menschen fraß. Dann kamen die insektenartigen Flugviecher, die auch gerne Menschen töten, aber ohne sie zu fressen. Danach gab es dann den größten Ekelfaktor – Riesen-Spinnen mit ätzenden Netzen die Menschen nutzen um in Ihnen ihre Eier abzulegen. Damit war dann der maximale Horrorfaktor erreicht und später kommt nur noch ein undefinierbares Vieh, dass einfach nur unglaublich groß ist.

Die gesamte Monster-Situation ist – typisch King – zwar unterhaltsam, aber man sollte eben doch nicht zu sehr über das Warum nachdenken, weder in den Details (was haben die Monster-Insekten davon Leute anzugreifen ohne sie zu fressen?) noch im großen und Ganzen (die Viecher sind auf Menschen spezialisierte Fleischfresser aus einer anderen Dimension? Der Nebel hat sich direkt mit den Viechern verbreitet, kein Vorsprung?), denn die Erklärung im Film ist quasi nicht vorhanden, bzw. so brüchig, dass alles vollkommen unlogisch erscheint. Das einzige was man erfährt ist: Das Militär hat ein Dimensionsportal geöffnet.

Vorsicht noch mehr Spoiler (verrät Ende)!

Es scheint modern zu werden Geschichten so enden zu lassen, dass der Hauptcharakter zum Schluss noch das falsche tut. Vielleicht dreht man erst einmal beides und kann sich so noch schnell entscheiden ob man am Ende ein Happy-End oder eine Tragödie in die Kinos bringt, je nachdem wie der Geldgeber es will. In letzter Zeit stehen die Entscheider wohl auf menschliche Abgründe und fatale Fehlentscheidungen, denn genau wie in einem schlechten Film, den ich vor ein paar Wochen gesehen habe, töten sich erst einmal munter die Hauptcharaktere gegenseitig zwei Sekunden bevor die Rettung ankommt.

Update: Leider muss ich eingestehen, dass die Filme von denen ich diese Art des Endes in Erinnerung habe oft erst nach “The Mist” gedreht wurden, ist also wohl erst später wirklich modern geworden. Daher bitte den folgenden Abschnitt mit Vorsicht genießen.

Als so ein Ende noch etwas besonderes war, hätte es für mich einen Film retten können – kein guter Film, aber zumindest ein mutiges Ende – doch mittlerweile wird das zur neuen Sportart, wer kann seinen Film innerhalb der kürzesten Schlußszene am tragischsten machen? “Oh, ich weiß, lassen wir den Vater sein Kind und seine Freunde töten kurz bevor Hilfe kommt!”, Ja, sehr schön. Billige Tricks retten nur dann irgendwas wenn sie noch niemand kennt.

Insgesamt wurde hier eine dumme Geschichte, mit unglaublich interessanten Aspekten der menschlichen Interaktion in Bedrohungsszenarien und durchschnittlichen Effekten abgeliefert, deren interessantester Teil leider nicht das Hauptmotiv des Films ist und zu sehr ins Klischeehafte abdriftet. Popcorn-Unterhaltung für den ruhigen Filmabend zu zweit, aber bitte nicht zu sehr drüber nachdenken.

Bewertung:
Gesamtbewertung: 5/10
Kultfaktor: 1/10
Action: 3/10
Comedy: 1/10
Drama: 8/10
Horror: 4/10
Lovestory: 1/10
Anspruch: 2/10
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Utilitaristische Ethik

by on Apr.29, 2010, under Sonstiges

Da ich mich gerade auf meine Magisterprüfung im Fach Philosophie vorbereitet habe, will ich das doch nutzen um auch über meine Prüfung hinaus etwas von der Lernerei zu haben; daher wird aus einem meiner Prüfungsthemen ein Artikel in meinem Blog, Thema Ethik, Utilitarismus mit dem viel diskutierten Spezialfall Euthanasie.
Es handelt sich allerdings bei dem folgenden Text weder um eine Abhandlung über alle Probleme des Utilitarismus, noch um eine vollständige Darstellung dessen was ich in meiner Abschlussprüfung abgeliefert habe.

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[Review] Lieber John…

by on Apr.28, 2010, under Filme

…hör auf Filme zu machen. Naja, eigentlich sollte Lasse es lassen. Und wenn mir ein noch schlechterer Wortwitz einfällt, dass ist der immer noch unterhaltsamer als dieses grauenvolle amerikanische Drama.

Der Hauptdarsteller war bei G.I. Joe definitiv besser  aufgehoben, da hat er ähnlich viele Emotionen gezeigt. Am Anfang dachte ich es sei eine interessante Darstellung eines leicht gestörten seltsamen jungen Mannes, aber es gibt im gesamten Film keinen Hinweis darauf, dass er in dieser Hinsicht etwas besonderes sein soll – wohl einfach ein unglaublich schlechter Schauspieler.

Sein weibliches Gegenstück ist nicht wirklich viel besser; weder den unglaublich flachen Charakter (soll wohl zumindest am Anfang die optimale Frau darstellen – sehe ich anders) mit Sätzen wie “Ich fluche auch – in meinem Kopf”, noch die unemotionale aber dafür an den Hauptdarsteller angepasste Darstellung können überzeugen.

Wenigstens im Einklang mit dem Rest ist die Geschichte: Absolut enttäuschend. Gutaussehender Special-Forces-Soldat trifft eine College-Studentin in den Frühlingsferien, sie verlieben sich innerhalb von zwei Wochen unsterblich und sehen sich dann ein ganzes Jahr nicht, er zieht in den Krieg nach Afghanistan um dort Gutes zu tun, sie trennt sich, er sieht sie nach Jahren wieder, the end. Dazu kommt sein Vater, der sich an der Grenze zum Autismus bewegt und eine reiche Familie auf der anderen Seite.

Zentrale Themen sind Liebe, Verpflichtung und Patriotismus – und die sind so unglaublich oberflächlich und plump in eine Geschichte gepackt, dass jede Minute dieses Films körperlich schmerzt.

Ich habe den Film nur deshalb überstehen können, weil ich mich dabei nach der ersten halben Stunde auf das hier konzentriert habe…

Bewertung:
Gesamtbewertung: 1/10
Kultfaktor: 0/10
Action: 0/10
Comedy: 0/10
Drama: 2/10
Horror: 0/10
Lovestory: 2/10
Anspruch: 0/10
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[Bild] Bitte nicht flippern

by on Apr.28, 2010, under Asides

Bitte nicht flippern...

…haben wir dann auch nicht getan.

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[Bild] Koala in meinem Kaffee

by on Apr.27, 2010, under Asides

Ein Koala in meinem Kaffee

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